Better PR
Georg Holzer lehnt sich in seinem Blog mit Kritik an der PR Branche ordentlich aus dem Fenster.
Georg versteht nicht, warum Unternehmen keine Aussendungen über Misserfolge machen. Er meint da, wenn Unternehmen diese (Nicht) Aussendungen nicht machen, werden sie unglaubwürdig.
Lieber Georg, da ist sicher etwas dran, aber meine Erfahrung zeigt mir, das ist nicht praktikabel. Erstens stimmt noch immer "'Tue gutes und sprich darüber" und es stimmt auf alle Fälle "Bad News are good News". Ich bin mir sicher, dass eine Meldung über Misserfolg wesentlich öfter in den Medien erscheint als 100 Meldungen über Erfolg. Obwohl ich sehr wohl vestehe, dass Journalisten von Presseaussendungen zugemüllt werden. Andererseits, wie wärs ohne?
Ich mach dir einen Vorschlag: Versuche ein Monat lang ohne Informationen eines PR Mitarbeiters bei deiner journalistischer Tätigkeit auszukommen. Das würde bedeuten, du übernimmst wirklich nichts aus Agenturen, nichts aus Aussendungen, nichts von Homepages, auch keine Artikel die irgendwo erschienen sind und deren Ursprung auf die Arbeit eines PR Mitarbeiters zurückgehen. Viel Spaß!




Georg (anonym) 4. Dez, 10:15
Warum passiert PR nicht über Blogs? Da gibt es auch einen Rückkanal und man kann sich als Journalist auch ein Bild vom Meinungsspektrum rund um eine Aussendung machen.
Ich schlage dir etwas anderes vor: Bringe deine Kollegen vom PRVA dazu, einen Monat lang nur ehrliche Aussendungen unters Volk zu bringen. Nur Aussendungen, an denen alles zu 100 Prozent richtig und nichts verschleiert ist. Ein Monat mit Aussendungen, die auch die Hintergründe beleuchten. Das dürfen von mir aus auch nur Jubelmeldungen sein, die müssen allerdings ausschließlich die Wahrheit reflektieren.
Beispielsweise: Firma X bringt ein Produkt Y zum Preis von Z, weil ...
Das WEIL ist wichtig. Warum gibt es nie Hintergründe? Warum steht in einer Aussendung der Telekom nicht, dass die Preise für DSL gesenkt wurden, weil das Festnetz an Kunden verliert?