Zum Thema selbst
Jetzt stehe ich mitten in einer neuen Welt. Starke neue Eindrücke. Mein erster Blick beim Besuch des Wiener BlogTalks Anfang der Woche fällt auf die dicken braunen Stromverteiler unter jedem Sitz im Veranstaltungsraum des Techgates. Tatsächlich schon beim ersten Vortrag steht fest, ich bin der einzige ohne Notebook. Leider konnte ich nur am Vormittag bleiben.
Interessante Leute diese Blogger. Thomas Burg Reloaded. Hohe soziale Kompetenz (alle sprechen sich mit Vornamen an) und natürlich technisch top fit. Einige konnte ich ja bei unserem nachfolgenden Corporate Blogging Workshop näher kennen lernen. Jan Schmidt, Björn Ognibeni und Martin Röll, Robert Basic und Georg Holzer. Alles Leute, mit denen du gerne ein Bier trinken gehst. Oder auch zwei.
Wesentlichste Erkenntnis für mich: Heute bloggen noch viele Leute, weil sie Blogger sind, in Zukunft werden viele Leute Blogs als Tool benutzen, um ihren Job besser zu machen. Ist etwa so zu verstehen: die ersten e-mail Freaks haben sich e-mails zum Thema e-mail geschickt, heute mailt jeder ohne an das Thema e-mail zu denken. (versteht das noch jemand?)
So hat auch Markus Pircher recht, der treffend auf meinen Blog in seinem Blog anmerkte: warum nenne ich meinen Blog Bredlbloggt. Da hat einer aufgedeckt, dass ich eigentlich auch nur bloggen wollte. Georg Holzer sei es Dank, dass ich mich in Zukunft mehr trauen werde meinen Job hier bei der Telekom selbst zum Thema zu machen. Super sein direktes Feedback!
Robert Basic wird meinen Blog nicht lesen. Das hat mir sehr geholfen, bei der Überlegung für wen ich eigentlich blogge. Als A-Blogger in Deutschland ist er ein Missionar an der Spitze der Bloggerbewegung. Das ist sein Job. Ich dagegen weiß jetzt, dass ich meinen Blog nutze, um meine Gedanken und Ideen im Context als Pressesprecher der Telekom Austria mit allen zu teilen, die genau das interessiert.
Die braunen Steckdosen unter den Sesseln beim Blogtalk, werden aber immer mein Symbol für diese neue Welt sein.



Markus Pirchner (anonym) 6. Okt, 15:44
Ich will zwar nicht behaupten, dass das Tool die Sicht auf den Inhalt verstellt, aber es ist ein Etikett, dessen Redundanz durchaus abfärben kann. Nicht auszuschließen, dass sich manche, die ihr Blog ein Blog (+Epitheton ornans) nennen, in nicht zu fernen Tagen in den Allerwertesten beißen, weil das dann als hoffnungslos gestrig anmuten wird.
Aber, wie immer, kann ich mich auch irren :-)