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Eine Küche in Budapest

Da staunten wir nicht schlecht: Kitchen Budapest ist ein Lab ähnlich wie unser NetCultureLab. Ähnliche Geschichte: Kitchen Budapest startete wie wir vor einem Jahr. Ähnlicher Geldgeber: die Hungarian Telecom. Ähnliche Veranstaltung derzeit: Do It Yourself. Aber viel mehr Power: Kitchen Budpest ist deutlich größer aufgestellt als wir.

Vor zwei Wochen hatten wir eine Diskussionsveranstaltung im NetCulturLab mit Melinda Sipos  und Bircsák Eszter von Kitchen Budapest.

 

Melinda und Eszter zeigten die Projekte von Kitchen Budapest. Besonders begeistert sind wir von ZUI.

 

ZUI ist eine Präsentationssoftware. Ein tolle Oberfläche. Ich hoffe, dass ich bald eine Betaversion bekomme. Wer also einmal in Budapest zu tun hat hinschauen und schöne Grüße an Melinda und Eszter.


Explosion im Datenuniversum

Seit Beginn Jänner 2008 haben wir bereits mehr als 150 Exabytes an digitalen Daten erzeugt. Laut Growth Ticker von EMC² sind es exakt:

Im vergangenen Jahr wurden im digitalen Universum mehr als 280 Milliarden Gigabyte, oder 280 Exabytes produziert. Das sind mehr Bytes als Sterne im gesamten Universum. Umgerechnet auf die Weltbevölkerung hat jeder Mensch 45 Gigabytes erzeugt.

Ausführliche Informationen über die Explosion der Daten hat IDC in der Studie "The Diverse and Exploding Digital Universe" erhoben.

Das Volumen der digitalen Daten steigt enorm. Haupttreiber für diese Entwicklung sind Mulitmediaanwendungen, RFID, soziale Netzwerke aber auch die digitale Überwachung. 2011 werden bereits 1.800 Exabytes oder 1,8 Zetabytes erzeugt werden. 70% des Datenvolumens kommt von Privatpersonen, 30% von der Industrie und Organisationen.

Immer mehr Datenmengen werden erzeugt aber nicht gespeichert. Zum Beispiel bei Videostreaming oder bei VOIP werden Daten übertragen aber nicht gespeichert. 2007 betrug die Datenerzeugung weltweit 264 Exabytes, in etwa gleichviel wie gspeichert wurde. Heuer in 2008 sollen 450 Exabytes erzeugt werden aber nur 380 Exabytes werden gespeichert. Fazit: die Übertragung von Daten ist noch mehr gefordert als die Speicherung.


Ich bin ein Qikker

Toll: Nokia n95 beschaffen. Handynummer bei Qik eingeben. SMS zum download empfangen. Download bestätigen und schon kannst du quikken. Mein erster Livebeitrag ist vom Wiener Opernball. Nicht live am Ball aber live vorm Fernseher.

Ich hab mit Gerald Reischl gewettet, dass ich es vor ihm schaffe bei Qik registriert zu sein. Hab ich offenbar geschafft. Vielleich bin ich überhaupt der erste Österreicher der qikket.

Nachtrag: Mit dem Windows Internetbrowser gibt es in Kombinationi mit Qik Probleme. Mit Mozilla gehts reibungslos. 

 


Karlheinz Toni zu Besuch

Karlheinz Toni war gestern auf Einladung von Telekom Austria zu Besuch in Wien. Im Rahmen der Tischgespräche, einer Veranstaltungsreihe von unserem Vorstand Gernot Schieszler, plauderte Karlheinz über seine Erfahrung mit Innovationsprozessen.

Wo sind die Leute mit den guten Ideen? Karlheinz, oder Charly wie in seine Freunde nennen, fand Leute mit guten Ideen auf der Bayrischen Eliteakademie. Die Bayern holen dort Elitestudenten zusammen um ihnen Managementfähigkeiten beizubringen. Für Charly der ideale Nährboden für kreative Ideen. Seine Liste ist enthält allerdings mehr als 1000 Ideen, die es Wert wären ins Business umgesetzt zu werden.  Nach der Idee braucht es Überzeugung und den Willen die Idee zu verteidigen und als dritten Schritt im Innovationsprozess sieht Charly die Umsetzung hin zur Marktreife. Da sind Facilatoren, Finanzierung und Prototypen notwendig.

Wir haben Charly von unseren Net Culture Labs erzählt und ihn auch das Lab im Museumsquartier gezeigt. Er war ziemlich begeistert. Vor allem das Kuratorensystem gefällt ihm. Denn da müssen die Leute ihre Ideen verteidigen und überzeugen und auch dass wir Facilitators haben, die helfen Ideen umzusetzen, findet Charly ausgezeichnet. Ich hoffe wir bekommen Charly als Gast bei der offziellen Präsentation unserer Net Culture Labs im Herbst.

Karlheinz Toni, ist jener Österreicher, der mit mit seinem Team bei einem Businessplanwettbwerb in Oxford einen Investor gefunden hat, der die Idee mit 100 Mio. Pfund vom Stand weg finanziert. Derzeit hat Charly viel zu tun. Nach dem Businessplanwettbewerb im Februar dieses Jahres musste er sofort nach London umziehen und sein Internetprojekt "Design the Time" umsetzen. Charly hat mir verraten, dass der Markenname von Design the Time Miomi sein wird und dass man sich für die Beta Version registrieren kann.

Karlheinz Toni (Charly)


Eröffnung Net Culture Labs

Gestern haben wir das Net Culture Lab in Wien eröffnet. Für Telekom Austria ist das ein Zusammentreffen mit einer neuen Welt. Good Old Telco meets ET.

Schon allein, dass wir als Telekom mit einer für uns neuen sehr kreativen und innovativen Szene in Kontakt kommen, ist es die Sache wert. Wie ich gestern kurz über das Mikro ausführte, gibt es bei uns tatsächlich Leute, die wollen dass etwas über unseren Businessrahmen hinaus im Netz etwas passiert. Zu diesen Leuten zähle ich unserer beiden Vorstände Rudolf Fischer und Gernot Schieszler. Gernot Schieszler hat es zwar gestern nicht zur Eröffnung geschafft, er ist aber der Enabler für dieses Projekt.

Zu den Postings in Bezug auf die Meta Labs auf der Future Zone und auch bei mir, kann ich nur sagen: Wir verfolgen mit dem Kuratorensystem ein sehr klares uniques Konzept und freuen uns mit den Meta Labs zu kooperieren.

Fotos von der Eröffnung:


Net Culture Labs von Telekom Austria

Wir gehen in Betrieb. Die Netculture Labs von Telekom Austria in Dornbirn und Wien gehen on air.

NCL_Logo_alpha.png

Ich erinnere an meinen Blogbeitrag vom 10.Okt. Damals lernte ich Roland Alton Scheidl kennen. Sein Zitat von damals:

"Eigentlich braucht es nicht viel, dass Innovationen entlang den Ausbildungsstätten aus dem Boden sprießen können: einen beheizten Raum, Steckdosen, Netzverbindungen und viel Platz auf einem Server."

In diesen Tagen starten unsere beheizten Räume. Sie nennen sich Net Culture Labs und werden am 19. Juni in Wien und am 21. Juni in Dornbirn eröffnet. Seit Oktober haben wir straff an unserem Projektplan gearbeitet. Mit der osAlliance ist etwas Tolles entstanden. Vielen Dank allen! Am besten diesen Link besuchen und alle Infos über Standort und Aktivitäten bekommen.

Was wir als Telekom Austria wollen: jungen Leuten die Chance geben ihre kreativen Ideen auf die nächste Stufe der Entwicklung zu bekommen. Wenn das dann noch Ideen sind, die unsere Pipes füllen und den Usern Freude bereiten, dann freuen wir uns noch mehr.

netculturelab im museumsquartier wien


Der TA Cube

Rüttle mich und schüttle mich: die neue Art der TV-Fernbedienung.

Heute haben wir eine revolutionäre TV Fernbedienung, die wir in Kooperation mit den Austria Research Centers (Prof. Peter Bruck) entwickelt haben, im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt.

Intuitive TV-Navigation aus dem Handgelenk

Der Telekom Austria Cube ist ein faustgroßer Würfel und verfügt über die gängigen Funktionen einer klassischen Fernbedienung (Ein/Aus, Laut/Leise, Senderwahl sowie Portal-Navigation). Mit einfachen Handbewegungen wie Kippen, Drehen oder Schütteln kann der Zuseher die Kommandos erteilen ? die Navigation von aonDigital TV erfolgt nur mehr aus dem Handgelenk. Mit dem Telekom Austria Cube kann derzeit durch aonDigital TV navigiert werden, die neuartige Fernbedienung kommuniziert sowohl mit der Set-Top-Box als auch mit dem Fernsehgerät.

Derzeit wird eine Kleinserie gebaut. Zu sehen und zum Schütteln gibt es den Cube auf der ITnT.

Endlich gibt es etwas von der Telekom Austria zum Anfassen!


Die Tür, die mit dem Fernseher spricht

"Leben Totgesagte länger?", war heute die erste Frage von Christoph Riedl, Redakteur ORF/ECO. Ein Betrag des ORF über die 125 jährige Geschichte des Festnetzes und die zukünftige Bedeutung wird morgen im ORF um 21:00 Uhr im Magazin ECO on Air sein. (Leider gibt es noch keine Onlinebeiträge des ECO Magazins)

Die Anwort auf Christoph Riedls Frage ist: "Ja, da jetzt die Tür mit dem Fernseher spricht".

Mit der IPTV Plattform testet Telekom Austria Anwendungen, die dem Festnetz neues Leben einhaucht. St. Anna Fernsehen habe ich vor kurzem vorgestellt. Die "Intelligente Türe" ist ein weiteres Projekt.

Du schaust fern, jemand ist an der Tür, im TV erscheint ein PIP (Picture im Picture), ein lieber Freund schaut vorbei (mit Rotwein aus dem Burgenland). Du nimmst die Romote Control und möchtes wissen wer schon wieder stört und öffnest die Tür. Du warst schon länger nicht zu Hause. Du scrollst im Fernseher und siehst wem du in letzter Zeit (mit Rotwein unter dem Arm) verpasst hast.

Das erste exklusive Bild der "Intelligenten Tür".

Mehr neue Anwendungen im Festnetz in der Ausstellung "Hallo- 125 Jahre Festnetz, Networks for you"

ps. habe heute gelesen, dass die France Telekom in die Filmproduktion einsteigt. (Wall Street Jounal Europe, kostenpflichtig). France Telekom möchte 10 bis 15 Filme pro Jahr kofinanzieren. (Press Release France Telecom) Die Strategie dahinter ist, dass die Verbreitung von Media Content ein fixer Bestandteil des Telekombusinesses wird.  


Für jedes Kind einen Laptop

Mit den UN Millenium Devolepment Goals hat sich die UNO vorgenommen 8 wichtige Probleme der Welt wesentlich zu verbessern. Schön, dass ICT (Informations- und Kommunikationstechnologie) hier einen Beitrag leisten kann. One Laptop per Child (OLPC) ist ein tolles Projekt. Dahinter steckt Nicolas Negroponte als Chairman.  

Nicholas Negroponte: "The mission of this non-profit association is to develop a lo w-cost laptop?the "$100 Laptop"?a technology that could revolutionize how we educate the world's children. Our goal is to provide children around the world with new opportunities to explore, experiment, and express themselves.

Why do children in developing nations need laptops? Laptops are both a window and a tool: a window into the world and a tool with which to think. They are a wonderful way for all children to learn learning through independent interaction and exploration."

Mehr über Negropontes 100$ Laptops hier und hier und hier


Neues von Ohmynews, Current.tv und Engerwitzdorf

Buntes Fernsehen in Engerwitzdorf. Telekom Austria organisiert mit Sonovista den 3. Goldenen Delphin. Ein Filmwettbewerb im Rahmen des Usergenerated Gemeindefernsehens in der Marktgemeinde Engerwitzdorf in Oberösterreich. Neues in diesem Jahr: Mehr Einreichungen und zum ersten Mal auch eine internationale Beteiligung. Die Gala findet am 22. November in Engerwitzdorf statt.

(Link im Bild)

Currtent.tv gibt jetzt auch in UK und Ireland. 2005 startete Al Gore mit Current.tv, ein Viewergenerated Content TV über Kabel und Sateliten. 30 Mio. US-Haushalte haben Zugang und seit September gibt es Current.tv auch in Europa. Current.tv besteht hauptsächlich aus Beiträgen der Seher, wie Mark Goldmann COO von Current anläßlich des MI3 Power Brunches von Telekom Austria erzählte.

Eine kleine Kostprobe von Current.tv: die pakistanische Antwort auf die US Baseballkappen:

(Link im Bild)

Mister Oh Yean-Ho in Südkorea hat jetzt einen akademischen Beweis für sein äußerst erfolgreiches Usergenerated Onlinemedium Ohmynews: Die University of Leeds in UK hat eine akademische Studie über die Motivation der 41.000 Citizienreporter von Ohmynes veröffentlicht. Titel der Studie: "THE 'MY' IN OHMYNEWS". Interessanter Dowload, zeigt auch sehr gut die Entstehungsgeschicht von Ohmynews. The Guardian schrieb ja bereits im Jahr 2003: arguably the world's most domestically powerful news site. Seit August dieses Jahres gibt es Ohmynews-Japan.

Übrigens: hier ist etwas los, the top news buzztracker

(Link im Bild)


Sound of Youtube

Was wäre aus Chad Hurley, Steve Chan und Jawed Karim von Youtube geworden, wenn sie in Dornbirn die Fachhochschule besucht hätten?

Sie hätten dort wahrscheinlich den Ex-Lehrgangsleiter Roland Alton-Scheidl getroffen, so wie ich heute bei der Vorstandsitzung der ARGE Creativwirtschaft. Roland Alton-Scheidl hat nach drei Jahren Lehrgangsleitung das Kompetenznetzwerk Mediengestaltung initiert. Mehr als 50% der StudienabgängerInnen der FHs wollen selbstständig werden, die meisten sind allerdings mit der Erstellung eines Businessplans überfordert. Das Kompetenznetzwerk Mediengestaltung ist ein Labor für FH AbgängerInnen, die hier ihre Ideen mit professioneller Unterstützung weiterentwickeln können. Wie aktiv die Leute sind, zeigt sich auf ihrer Projektliste. Immerhin wurde hier Creative Commons Austria realisiert und es gibt bereits internationale Auszeichnungen.

Das Ganze gibt es aber nicht nur im Ländle. Roland Alton-Scheidl kooperiert auch mit der FH St.Pölten, FH Salzburg und dem FH Johanneum in Graz. Roland Alton Scheidl sagt:

"Eigentlich braucht es nicht viel, dass Innovationen entlang den Ausbildungsstätten aus dem Boden sprießen können: einen beheizten Raum, Steckdosen, Netzverbindungen und viel Platz auf einem Server."

Ich hoffe, dass diese Intitiative wenigstens im Ansatz eine Antwort auf den Kommentar von Georg Holzer vom 9.10.2006 ist:

"Was nützen uns die dicksten Rohre, wenn sich nur Google, Yahoo und Microsoft drin tummeln?"

Für mich jedenfalls klingt (sound) dieses Projekt sehr nach einer Möglichkeit, bei der Jungs und Mädls wie Chad, Steve und Jawad auf heimischen Boden in Zukunft erfolgreich sein können.


Schwarmkreativität von Millionen Menschen

"Auf dem Weg hin zur kollektiven Intelligenz wird es möglich die Schwarm-Kreativität von Millionen Menschen zu erschließen". Aus einem Interview mit Peter A. Gloor für den Ausstellungskatolog 125 Jahre Festnetz in Österreich. (Ausstellung startet am 9.11.2006 Lassallestraße 9, Wien)

So viel haben wir von den Netzwerkeffekten gehört, Metcalfs Law usw. Die Schwarm-Kreativität von Millionen Menschen bringt es auf den Punkt. Wenn der Wert eines Netzwerkes schon n2 (User zum Quadrat) steigt, um wieviel mehr dann bei kn2 (kreative User zum Quadrat).

Mit etwas Abstand betrachtet ist es schon interessant zu untersuchen, ob wir gerade dabei sind die Kondratjew Zyklen auf den Kopf zu stellen.  Denn nach Schumpeter dauert so eine Wirtschaftszyklus 40 bis 60 Jahre bis eine neue Basisinnovation einen neuen Zyklus auslöst.  

Ist Social Software so eine Basisinnovation, die jetzt rascher als Kondratjew es erlaubt eine neue Welle startet?

Nach Chris Anderson von WIRED könnte das so sein: "First, steam power replaced muscle power and launched the Industrial Revolution. Then Henry Ford?s assembly line, along with advances in steel and plastic, ushered in the Second Industrial Revolution. Next came silicon and the Information Age. Each era was fueled by a faster, cheaper, and more widely available method of production that kicked efficiency to the next level and transformed the world.

Now we have armies of amateurs, happy to work for free. Call it the Age of Peer Production. From Amazon.com to MySpace to craigslist, the most successful Web companies are building business models based on user-generated content".

Ich freu mich auf Peter A. Gloor, der bei der Eröffnung von 125 Jahre Festnetz sprechen wird.


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